Warum Drehzahl- und Wegerfassung entscheidend für ETCS und CBTC ist
Drehzahlerfassung und Wegerfassung sind für ETCS und CBTC unverzichtbar, weil sie die Basis für eine genaue Bestimmung von Geschwindigkeit und Position bilden. Nur mit verlässlicher Odometrie lassen sich Bremskurven korrekt berechnen und Geschwindigkeiten kontinuierlich überwachen.
Störeinflüsse wie Schlupf, Gleiten oder Radverschleiß können Messwerte verfälschen und damit Sicherheitsreserven vergrößern. Bei ETCS führt das zu konservativeren Abständen und kann die Streckenkapazität spürbar beeinflussen.
In CBTC ermöglicht eine präzise Erfassung kurze Zugfolgezeiten, exaktes Anhalten am Bahnsteig und sichere Türfreigaben im automatisierten Betrieb.
Unsere langjährige Erfahrung im Umgang mit sicherheitsgerichteten Funktionen macht uns zum richtigen Partner für Ihre anspruchsvollen Projekte. Sprechen Sie uns an!
Odometrie - Präzise Weg- und Geschwindigkeitserfassung
Unsere Sensoren stellen hochpräzise Signale bereit, die eine zuverlässige Erfassung der gefahrenen Strecke im Schienenverkehr ermöglichen. Damit schaffen sie die Basis für Systeme, die Geschwindigkeit und Position in Echtzeit erfassen. Die hohe Signalqualität und maximale Verfügbarkeit bieten die Grundlage für exakte Ergebnisse.
Achsgeber und Multikanal-Impulsgeber für sicherheitskritische Anwendungen
Unser Achsgeber mit integrierter Cold-Movement-Detection-Funktion (CMD) erfasst Bewegungen der Radachse im spannungslosen Zustand und liefert nach Wiederkehr der Betriebsspannung eine gesicherte Information, ob das Fahrzeug bewegt wurde. Wurde keine Bewegung detektiert, kann der Zug sofort mit valider Position in den Streckenbetrieb zurückkehren, ohne zuvor eine Balise überfahren zu müssen.
Die batteriefreie, wartungsarme Lösung ist ideal für Schienenfahrzeuge die mit einem fahrzeugseitigen „European Train Control System (ETCS)“ inklusive Cold-Movement-Detection gemäß Baseline 3 ausgerüstet werden sollen - sowohl für Nachrüstungen als auch für Neufahrzeuge.
Multisystemsensoren erfüllen steigende Anforderungen an Zugsicherungssysteme
Unser Multisystem-Sensor ermöglicht die Nutzung bestehender Güterbahnstrecken auch für den öffentlichen Personennahverkehr. Um den erhöhten Anforderungen an die Zugsicherung gerecht zu werden, wurden verschiedene Signalbilder in einem kompakten Flanschgehäuse kombiniert. So können mit nur einem Sensor verschiedene Subsysteme bedient werden.
Der platzsparende Sensor eignet sich sowohl für Neufahrzeuge als auch für Nachrüstungen, da der vorhandene Bauraum optimal genutzt wird. So trägt er dazu bei, das Umland besser an die Innenstadt anzubinden – wie etwa in Bremen.
Unsere Sensor-Lösungen
GEL 2460
1-/2-Kanal Hall-Effekt Drehzahlsensor mit Einschraubgewinde
GEL 247
1-/2-Kanal Hall-Effekt Drehzahlsensor mit Spannungs- oder Stromausgang sowie Stillstandsspannung
GEL 2475
1-/2-Kanal Hall-Effekt Drehzahlsensor mit Spannungs- oder Stromausgang sowie Stillstandsspannung
GEL 2475MS
3-/4-Kanal Hall-Effekt Drehzahlsensor mit verschiedensten Signalkombinationen
GEL 2475FD
Hochintegrierter Drehzahlsensor, Vibrationssensor, Temperatursensor mit integrierter Auswertung
GEL 27xx
Multikanal-Drehgeber mit bis zu 8 Kanälen
GEL 2740
Kundenspezifischer Achsgeber mit „Cold-Movement-Detection“
Gut zu wissen – kurz beantwortet
Wie funktioniert Odometrie im Schienenverkehr?
Odometrie ermittelt laufend Position, Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke eines Zuges. Diese Daten werden unter anderem für Zugsteuerung, Bremskurven, ETCS/ATO, Fahrgastinformation, Diagnose und Energieoptimierung genutzt. Häufig wird dafür die Drehzahl einer Achse mit gelagerten oder lagerlosen Drehgebern gemessen.
Was ist ETCS?
Das European Train Control System (ETCS) ist ein Zugbeeinflussungssystem und grundlegender Bestandteil des zukünftigen einheitlichen europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems ERTMS. ETCS soll langfristig die unterschiedlichen Zugbeeinflussungssysteme in Europa ablösen.
Was ist Cold-Movement-Detection?
Cold-Movement-Detection bezeichnet die Erkennung von Fahrzeugbewegungen im ausgeschalteten oder stromlosen Zustand. Wird ein Schienenfahrzeug abgestellt, speichert das System seine letzte bekannte Position. Wird das Fahrzeug anschließend bewegt, kann diese Bewegung erkannt und dokumentiert werden.
Das ist besonders wichtig für die sichere Zugortung, beispielsweise im Zusammenhang mit ETCS Baseline 3. So bleibt nachvollziehbar, ob sich die Position des Fahrzeugs seit dem letzten Systemzustand verändert hat.