Sensoren für den Gleitschutz

Im Schienenverkehr sind Bremssysteme zentrale Bausteine des Sicherheitskonzepts über Ländergrenzen hinweg. Hier sorgt die UIC für die internationalen Standards und unterstützt Bahnbetreiber und Fahrzeughersteller durch die Zertifizierung von Komponenten und Systemen. Für einige Gleitschutzgeräte bietet Lenord + Bauer Drehzahlsensoren mit UIC-Zertifikat an.

Ein modernes Bremsmanagement verteilt die Bremskraft optimal auf die unterschiedlichen Bremssysteme im gesamten Zug. Das reibungslose Zusammenspiel der beteiligten Komponenten ist für Fahrzeughersteller und Betreiber ein wesentliches Auswahlkriterium. Um im Schienenverkehr einen einheitlichen Standard zu gewährleistet, testet und zertifiziert der internationale Eisenbahnverband (UIC Union internationale des chemins de fer) mit Sitz in Paris solche sicherheitsrelevanten Systeme und Komponenten. Ein Beispiel sind Impulsgeber als Teil einer Gleitschutzanlage.

Mit der Zulassung von Drehzahlsensoren für verschiedene Gleitschutzsysteme bietet Lenord + Bauer seinen Kunden mehr Sicherheit bei der Auswahl geeigneter Komponenten. Die Sensoren der Serien GEL 2475 und 2476 mit bremssystem-relevanten Ausgangssignalen sind von der UIC für die Gleitschutzgeräte MGS 1, MGS 2, WGMC 19 und MRP-GMC 29 zugelassen.

Gleitschutzsysteme sollen das Blockieren der Radsätze während des Bremsvorgangs verhindern. Für die exakte Bremsregelung werten Gleitschutzgeräte die Drehzahlen der einzelnen Fahrzeugachsen aus. Ähnlich wie ABS-Systeme von PKWs, steuern sie die Bremskraft an jeder einzelnen Achse individuell, dadurch werden Flachstellen am Radreifen vermieden.

Beim Gleitschutz muss der Stillstand der Räder zuverlässig erfasst werden. Hierfür eignen sich insbesondere Sensoren mit Stromausgang oder Ausgabe einer Stillstandspannung. Steht die Achse still, geben Sensoren mit Stromausgang einen Low-Pegel von 6 mA aus. Der Ausgangspegel von Sensoren mit Stillstandspannung liegt in diesem Fall bei 7 V. Dadurch erkennt das Gleitschutzsystem den Stillstand der Räder und kann diesen vom möglichen Ausfall des Messsystems unterscheiden.

Mit einem Frequenzbereich von 0 bis 8 kHz sind die Sensoren speziell auf den Einsatz mit Gleitschutzgeräten zugeschnitten. Die Sensoren sind mit einem Kanal oder zwei galvanisch getrennten Kanälen lieferbar. Die Varianten GEL 2475 und 2476 unterschieden sich in der Flanschform und im Durchmesser des Sensorrohrs. Das Bohrbild entspricht den im Bahnbereich gängigen Formen. Durch einen speziellen Verguss widerstehen sie Temperaturunterschieden, Schock, Feuchtigkeit und Vibration. Alle Gleitschutzsensoren des Oberhausener Unternehmens erfüllen die Anforderungen der DIN EN 50155 und entsprechen der Schutzart IP 67.

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