Condition Monitoring für Positionierantriebe

Lenord + Bauer macht Verpackungsmaschinen fit für Industrie 4.0. Der Spezialist für Bewegungssensorik und integrierte Antriebstechnik erweitert sein Produktportfolio um eine dezentrale Steuereinheit, die den Remote-Zugriff auf Positionierantriebe ermöglicht. So ergeben sich neue Möglichkeiten für das Condition Monitoring per Fernzugriff.

Moderne und effiziente Bedienkonzepte, mit denen Trends in den Maschinendaten erkannt und an die Servicestelle gemeldet werden, sind am Markt zunehmend gefragt. Das Erkennen kritischer Zustände über das Auswerten statistischer Daten steigert die Effizienz von Verarbeitungs- und Verpackungslinien, da frühzeitig eingegriffen werden kann. 

Ein aktives Condition Monitoring wird mit dem SeGMo-System von Lenord + Bauer möglich. Es besteht aus Positionierantrieben namens SeGMo, der Steuereinheit SeGMo-Box und der zugehörigen schleppkettentauglichen Hybridkabellösung. Bis zu 17 Positionierantriebe können mit der modularen SeGMo-Box verwaltet werden. Dabei bieten die zwei Gehäusevarianten vier oder neun Steckplätze, die frei wählbar bestückt werden können. Die Box kann über COM-Module erweitert werden. Die Positionierantriebe überwachen intern Daten wie Motorstrom, Geschwindigkeit und Temperatur. Im Fehlerfall geben sie Meldungen und Alarme aus und warnen das Bedienpersonal. Dieses kann das Betriebsverhalten der Maschine nachverfolgen und bei Bedarf Gegenmaßnahmen einleiten.

Die echtzeitfähige Kommunikation und der Austausch von Daten zwischen Sub-Systemen ist nur ein Schritt zur vollständigen Digitalisierung. Informationen zum Zustand von Maschinen und ihrer Komponenten spielen eine wesentliche Rolle für den gesamten Produktionsprozess. 

Neben der Überwachung durch die SPS kann der Anwender mit Hilfe eines Web-Servers auf das SeGMo-System Remote zugreifen und Zustandsdaten der Positionierantriebe visualisieren. Dieser stellt einen separaten Kommunikationskanal bereit, der die relevanten Daten unabhängig vom Echtzeitbus zur Verfügung stellt. Das schützt die laufzeitkritische Anlagensteuerung vor Einflüssen durch Fernzugriffe und ermöglicht einen vollständigen Überblick über die Maschine. 

Dank des integrierten absoluten Multiturngebers kennt der Antrieb jederzeit seine aktuelle Position. Selbst bei einer Fehleingabe des Anwenders werden eingestellte Grenzwerte nicht überschritten. So wird die Maschine vor kritischen Situationen geschützt.

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