Lineareinheiten und Stellantriebe als perfekte Einheit

Die Automatisierungsspezialisten RK Rose+Krieger aus Minden und Lenord+Bauer aus Oberhausen kombinieren Linearachsen mit Stellantrieben, um Kundenwünsche nach vollautomatischen Zustellachsen zu erfüllen und Umrüstvorgänge zu vereinfachen. 

Bei einer Vielzahl von Verstellpunkten, häufigen Produktwechseln und kleinen Losgrößen wird die automatisierte Formatverstellung bereits bei der Neukonstruktion von Verpackungsmaschinen und Fertigungsstraßen eingeplant. Aber auch bei bestehenden Anlagen schlummert ein großes Rationalisierungspotenzial. Überall dort, wo noch von Hand Verstellräder, Führungen mit Klemmvorrichtung oder pneumatische Zylinder mit Anschlägen zeitaufwendig justiert werden müssen, bietet sich ein Retrofit der Produktionsanlage an.

Neben dem Zeitfaktor sind auch die Qualitätssteigerung und die Minimierung des Ausschusses beim Wiederanlauf nach einem Formatwechsel nicht zu unterschätzen. Je mehr handbetriebene Formatverstellungen verbaut sind und je komplexer die Anlage ist, desto schneller rechnet sich eine automatisierte Positionierung.

Mit dem Linearachsen-Baukastensystem von RK Rose+Krieger und den Stellantrieben von Lenord+Bauer lässt sich eine Automatisierung einfach und schnell realisieren. Ein- oder Doppelrohrachsen sowie quadratische Achsen aus dem Produktbereich Move-Tec lassen sich mit den Stellantrieben namens SeGMo von Lenord+Bauer kombinieren. Wahlweise kommt ein Stellantrieb in kurzer oder langer Bauform mit Aluminium- oder Edelstahlgehäuse zum Einsatz. Dabei liefern die Geräte Nenndrehmomente von 3,5 oder 5 Nm. Die Montage der SeGMos an den ensprechenden Linearachsen erfolgt über passende Drehmomentstützen.

Der Stellantrieb wird mit montierter Drehmomentstütze einfach auf die Achse gesetzt und in seine Position geschoben. Ein Klemmring fixiert den Antrieb dabei fest auf der Antriebswelle der Lineareinheit. Neben der kraftschlüssigen Wellenverbindung wird mit einer flexiblen Motoraufnahme an der Drehmomentstütze zugleich das erforderliche Loslager abgebildet.

Die Stellantriebe können entweder Stand-Alone oder als modulares Gesamtsystem genutzt werden. Mit dem integrierten Feldbus-Interface können diese direkt über Stecker an die Maschinensteuerung angeschlossen werden. Zur Inbetriebnahme der Linearachsen mit automatischer Verstellung sind dann lediglich eine 24-V-Spannungsversorgung und der Anschluss zur Bus-Kommunikation erforderlich.

In enger Zusammenarbeit rüsten beide Firmen auch komplexe Maschinen mit mehreren Lineareinheiten und dezentraler Kommunikationseinheit aus. In diesem Fall kommen Stellantriebe mit Hybridkabel und SeGMO-Box sowie einer kompakten SPS-Steuerung mit Bedienterminal zum Einsatz. Beides liefert Lenord+Bauer bei Bedarf als anschlussfertiges Modul inklusive Bediensoftware. Die Integration in eine vorhandene Steuerungsumgebung ist besonders einfach, da das SeGMo-System gängige Schnittstellen wie z.B. PROFIBUS und PROFINET unterstützt

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